Samstag, 29. Dezember 2007

Der Orbitallift

Mit dem Orbitallift werden Rohstoffe und Material von der Oberfläche in den Orbit befördert.
Der Orbit ist der dem Planeten dichteste Punkt, den die Transporte erreichen können, um mit den dort geförderten Rohstoffen beladen zu werden.
Im wesentlichen besteht ein Orbitallift aus einer sehr langen Röhre, die von der Oberflächer bis in den Orbit reicht. Diese Röhre ist an einer orbitalen Dockingstation aufgehängt, die den Förderplaneten synchron umkreist. Zusätzliche aktive Zwischenstationen sorgen für die notwendige Stabilität der im Durchmesser bis zu 150 Meter messende Struktur.
Neben den Kommunikationsleitungen beinhaltet diese Röhre die Fördermechanik, die die versandfertigen Frachtcontainer auf magneto-hydraulischem Weg bis zur Orbitalstation hebt, wo sie direkt an den wartenden Transport angeklinkt oder in grössere Umcontainer verladen werden.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Server im Lebenserhaltungssystem

Ursprünglich waren die Lebenserhaltungssysteme der Transporte, insbesondere die Systeme, die für die Überwachung der Lebensfunktionen der im Tiefschlaf liegenden Astronauten verantwortlich waren, in den zentralen Schiffscomputer integriert.
Mehrere Unglücksfälle, bei denen der Schiffscomputer in bedrohlichen Situationen zum Wohl des Schiffes aber gegen die im Tiefschlaf liegende Crew entschieden hatte, führten in der Folge zu massiven Protesten der Besatzungen und deren Angehörigen.
Als sich die ersten Besatzungen weigerten, sich in den Tiefschlaf versetzen zu lassen, mussten die Konzerne reagieren und ordneten an, dass die Lebenserhaltungssysteme aus dem Schiffscomputer ausgegliedert und damit  unabhängig vom Netzwerk der Konzerne arbeiten sollten. Also waren die Computer der Lebenserhaltungssysteme auch nicht mehr der Zensur unterworfen.
Auf der Suche nach Lösungen, ein unabhängiges Netzwerk aufzubauen, kamen die Spacehippies auf die Idee, die Kommunikations-Server ihres Netzwerkes tief in den Rechnern der Lebenserhaltungssysteme zu installieren.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Das unzensierte Netzwerk

In der Einsamkeit des Weltraums ist die Möglichkeit, miteinander kommmunizieren zu können, für die Weltraumarbeiter lebenswichtig. Allerdings kontrollieren und zensieren die Konzerne die offiziellen Kommunikatioskanäle, um jede kritische Stimme sofort unterdrücken zu können.
Die Spacehippies konnten erstmalig ein unabhängiges Kommunikations-Netzwerk aufbauen, das sich der Zensur entzog, indem sie die Mailserver in den Lebenserhaltungssystemen der Transporte installierten, die unabhängig vom Schiffscomputer, und damit ausserhalb der Zensur, arbeiten.

Sonntag, 16. Dezember 2007

Aldebaran Express

Die Albebaran Express ist der Transport, der für den nächsten Flug nach IE-27889QF vorgesehen ist.
Vor Verlassen der orbitalen Werft ist das Schiff von Lysathia Krown, der Witwe des Konstrukteurs, geweiht worden.

com.george.st445.orbit.to.peter.aldebaranexpress.transit

hi peter, thks yr messg. we are fine, keeping up the faith. next transport is to arrive in 3 days so we are busy. wishing you a nice flight. kiss you back, george

com.peter.aldebaranexpress.transit.to.george.st445.orbit

hi george, after reaching our codts we will go to sleep tomorrow. everything seems to be ok. radiation is normal. hope you are fine on st-445. seems to be a tuff station of what i heard. keep me posted. greetings to sarah. will come back to you after wake-up. kisses, peter

spacehippies.net

spacehipies.net ist ein inoffizielles Netzwerk von kritisch eingestellten Weltraumarbeitern.
Das Netzwerk umfasst das bekannte Universum bis in seine kaum erforschten Randbereiche, überall, wo Menschen für die Konzerne arbeiten.

Montag, 10. Dezember 2007

Die Förderplaneten

Im Zuge der Ausbeutung des Weltalls erstreckte sich die Suche nach Rohstoffen über das heimische Sonnensystem hinaus.
Der Gravitationsantrieb machte interstellare Flüge möglich und ermöglichte den Zugang zu bislang unerreichbaren Welten.
Die Aufgabe der Scouts, wie sich die Aufklärungsabteilungen der Konzerne nannten, war Planeten zu identifizieren, die soviel Rohstoffe boten, dass sich die Investition in eine Förderung im industriellen Maßstab fernab der Erde lohnen würde.
In den Minen der Förderplaneten bauten Roboter die Rohstoffe ab und bereiteten sie zur Verladung im Orbit vor.
Die Verträglichkeit der auf den Planeten herrschenden Umweltbedingungen für Menschen spielte bei den wirtschaftlichen Überlegungen eher eine untergeordnete Rolle.
Trotzdem wurden auf den Förderplaneten und in den Orbitalstationen Menschen eingesetzt, um Förderung, Lagerung und Beladung der Rohstoffe zu überwachen. Die Konzerne hatten viel Geld in die Anlagen investiert und wollten die Risiken technischer Probleme, die die durch die breite Anwendung der Robotertechnik entstehen konnten, so klein wie möglich halten.
Die durchschnittliche Belegschaft auf dem Förderplaneten bestand aus etwa 10-15 Männern und Frauen. Dazu kamen noch etwa 3-5 Besatzungsmitglieder der Orbitalstation.

Samstag, 8. Dezember 2007

Rücksturzpunkt

Der Rücksturzpunkt bezeichnet die Koordinaten im Weltraum, an denen der Transport aus dem Überlichtflug wieder in den Normalraum eintritt.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Zum Zielplaneten

Nachdem der Transport den Überlichflug beendet hat, weckt das Lebenserhaltungssystem die Astronauten auf. Deren Aufgabe besteht nun darin, den Transport in das Sonnensystem zum Zielplaneten und dort in einem stationären Orbit zu bringen. Je nach Rücksturzpunkt kann die Dauer dieses letzten Teils des Fluges zwischen 1 Woche und mehreren Monaten betragen. Falls noch grössere Manöver notwendig sein sollten, um den Transport zum Zielplaneten zu bringen, müssen die Astronauten wegen der Beschleunigungswerte nochmals die Kälteschlafkammern aufsuchen.
Ist der Transport dann endlich im Orbit, beginnt unmittelbar die Beladung.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Überlichtflug

Ist die Startposition erreicht, bestimmt der Navigator den Flugvektor und programmiert ihn in den Schiffscomputer. Der Flugvektor soll den Transport so nahe wie möglich an das System des Förderplaneten heranbringen.
Auf Befehl des Captains startet der Pilot die Flugsequenz. Anschliessend gehen die Astronauten in die Tiefschlafkammern, um sich vor den enormen Beschleunigungswerten beim Übergang in den Überlichtflug zu schützen.
Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Schiffscomputer des Transports die Kontrolle über den Flug. Bis zum Erreichen des Rücksturzpunktes liegt die Besatzung im Kälteschlaf..
Bei Null der Startsequenz startet der Schiffscomputer den Gravitationsantriebs, der die Masse des Schiffes gegen Null bringt und den Transport bereitmacht für den Überlichtflug. Nun zündet der Tachyonenantrieb des Transports und beschleunigt das Schiff in die durch die aus der Veränderung von Masse und Beschleunigung entstandene Verwerfung in der Raumzeit. Der Transport tritt in den Subraum ein und erreicht Überlichtgeschwindigkeit.
Bei Erreichen der Zielkoordinaten schaltet der Schiffscomputer den Gravitationsantrieb ab und der Transport fällt aus dem Subraum zurück in die programmierte Position kurz ausserhalb des Sonnensystems des Zielplanetens.
Jetzt werden die Astronauten geweckt, um den Transport in den Orbit um den Zielplaneten zu bringen.
Die Langzeitwirkungen der Überlichtflüge auf die körperliche und seelische Gesundheit der Astronauten ist zum Zeitpunkt der Flüge noch nicht vollends erforscht.

Planetarische Manöver

In der ersten Phase des Fluges manövrieren die Astronauten den Transport in eine Startposition ausserhalb des Sonnensystems, um die Planeten nicht der Gefahr der Raum/Zeit-Verwerfungen auszusetzen, die vom Antrieb des Transports beim Übergang aus dem Normalraum in den Überlichtflug ausgehen.

Mittwoch, 28. November 2007

Die Brücke

Auf der Brücke befinden sich die Arbeitsplätze der Astronauten.
Da die Astronauten den Grossteil der Reise im Kälteschlaf verbringen, ist die Brücke nur bei der Durchführung der planetarischen Manöver sowie bei der Beladung des Transports am Förderplaneten besetzt.
Die drehbaren Sessel der Astronauten und ihre Konsolen sind im Halbkreis angeordnet. Im hinteren Bereich der Brücke befindet sich das Interface des Schiffscomputers.
Auf besonderen Wunsch der Besatzungen und gegen den Widerstand der Space Engineering Society wurde die Brücke der meisten Transporte mit grossen Panoramafenstern ausgestattet, die einen überwältigenden Blick in den Weltraum bieten. Die S.P.E. ist die traditionsreichste Lobbyorganisation der Raumwerften, die die Transporte bauen.

Sonntag, 18. November 2007

Die Besatzung

Da die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz trotz aller technischer Fortschritte nicht wesentlich vorankommt, setzen die Konzerne menschliche Besatzungen auf den Transporten ein.
Normalerweise besteht die Besatzung eines Transports aus 8 Personen:
Der "Captain" ist dem Konzern gegenüber verantwortlich für die erfolgreiche Rückkehr des Transports zur Erde.
Der "Navigator" ist verantwortlich für die Programmierung der Zielkoordinaten und der Flugvektoren in den Schiffscomputer.
Der "Pilot" ist verantwortlich für die Programmierung der Flugssequenz und der planetarischen Manöver des Transports.
Der "Communication Officer" ist verantwortlich für die Daten- und Sprachkommunikation des Transports mit dem Konzern.
Der "Cargo Officer" ist verantwortlich für die Beladung des Transports am Förderplaneten und den Zustand der Ladung während des Rückfluges.
Der "Flight Engineer" ist verantwortlich für die Betriebssicherheit des Transports während des Fluges.
Der "Drive Engineer" ist verantwortlich für Programmierung und Betrieb des Tachyonen-Antriebs.
Der "Security Officer" ist ein direkter Vertreter des Konzerns an Bord des Transports, der die unmittelbaren Belange des konzerns auf dem Transport während des Fluges vertritt.

Die Transporte

Transporte nennt man die gigantischen Raumschiffe, mit denen die Konzerne die Rohstoffe von den Förderplaneten zurück in das Sonnensystem der Erde bringen.
Im Prinzip bestehen die Transporte aus einer zylindrischen Achse, an der die Frachtcontainer kreisförmig entlang angedockt werden.
Am vorderen Ende der Achse befindet sich das Kommandomodul, in dem die Brücke, das Schlafdeck und der zentrale Schiffscomputer untergebracht sind. Weiterhin sind hier die Aufenthaltsräume der Crew und das Dock für die Shuttles.
Obwohl das Kommandomodul über eine eigene Energieversorgung verfügt, werden die Systeme in der Regel aus dem Energiekreislauf des Transportes gespeist.
Etwa in der Mitte der Achse ist in einer Verdickung das Herzstück des Transports untergebracht, der Gravitationsantrieb.
Das Ende der Achse, gewissermassen das Heck des Transports, bildet die Antriebseinheit mit den Motoren für die planetarischen Flugmanöver. Die Länge eines Transports beträgt zwischen 5000 bis 8000 Metern.
Aufgrund ihrer immensen Grösse können die Transporte nur in der Schwerelosigkeit montiert werden. Auf Werften, die in einer weiten Umlaufbahn die Erde umkreisen, entstehen im Auftrag der Konzerne die bisher grössten Raumfahrzeuge.

Samstag, 17. November 2007

Beladung 2

Mit dem Orbitallift werden die Rohstoffe in die Verladestation befördert, die sich im stationären Orbit des Förderplaneten befindet. Von der Verladestation aus werden die Rohstoffe dann in die Frachtcontainer geladen, die beim Eintreffen der Transporte an diese angedockt werden.
Die Transportcontainer werden vorher im Orbit der Förderplaneten montiert und sind auf die unterschiedlichen Arten von Ladegut ausgelegt.

Herrschaft der Konzerne

Mittlerweile haben sich die staatlichen Strukturen in der Gesellschaft auf ein Minimum zurückgebildet. Die Geschicke der Bürger werden von den Konzernen bestimmt, die die Versorgung der Bürger sicherstellen. Dies umfasst die Bereitstelllung von Lebensmitteln und Produkten, Gesundheits- und Pflegedienste sowie die Versorgung mit Bildung und Unterhaltung.
Allerdings müssen die Bürger die Manipulation der öffentlichen Meinung und die Unterdrückung von anders Denkenden akzeptieren, um in den Genuss dieser Leistungen zu kommen.
Die Sicherheitsgesellschaften der Konzerne sind bestens ausgebildet und hoch motiviert, jede Art von Widerstand im Keim zu ersticken, um den ungehinderten Fluss der Produkte nicht zu behindern.

Förderplaneten

Planeten, auf denen Rohstoffe abgebaut werden. Wegen der für den Menschen lebensfeindlichen Umweltbedingungen auf den meisten Planeten übernehmen Roboter die Förderung der Rohstoffe. Die Kontrolle über Förderung und die Verbringung in den Orbit werden von den Besatzungen der Fördercamps übernommen, die sich gegenüber ihrem Konzern zu einer ununterbrochener Dienstzeit von 2 Jahren verpflichten müssen.

Rohstoffe

Mitte des 21. Jahrhunderts: Mit der Erfindung des Tachyonen-Antriebs durch chinesische Ingenieure bekommt der Wettlauf der Konzerne um die Rohstoffe eine neue Dimension. Die Transporte, riesige Raumschiffe, fliegen zu Förderplaneten in anderen Sonnensystemem, um die dringend benötigten Rohstoffe zurück zur Erde zu holen.

Donnerstag, 15. November 2007

Kälteschlaf

Die oft jahrelange Flüge der Transporte zu den Förderplaneten verbringen die Astronauten überwiegend im Kälteschlaf.
Im Deck unterhalb der Brücke sind die Schlafkammern angeordnet. Die Kontrolle über die lebenserhaltenden Systeme der Schlafkammern übernimmt ein vom Schiffscomputer unabhängig arbeitendes System.
In den Anfängen der interstellaren Raumfahrt hatte der Schiffscomputer des Transports die Kontrolle über die Schlafkammern inne. Mehrere Vorfälle, bei denen Astronauten in Gefahrensituationen nicht geweckt und dadurch ums Leben gekommen waren, führten zu einer Rebellion unter den Besatzungen der Transporte. Notgedrungen mussten die Konzerne die Kontrolle der lebenserhaltenden Systeme einem vom Mainframe unabhängigen Computer überlassen.

Mittwoch, 7. November 2007

Die Beladung

Ein Riesenproblem. Wie schaffe ich Tausenden von Tonnen Rohmaterialien, zum Beispiel Erze, von der Oberfläche des Planeten in die Umlaufbahn, um dort in den Transport geladen zu werden?
Eine Möglichkeit: Shuttles. Mit einer angenommenen Nutzlast von 40 Tonnen hebt das Shuttle ab und fliegt zum dem im Orbit kreisenden Transport. Dort entlädt es die Rohstoffe in den Transport, um wieder zurück zu fliegen und eine neue Ladung zu bringen. Bei einer Ladekapazität von 60,000 Tonnen eines Transports ist das ein wenig erfolgversprechender Ansatz.
Also?